Thermoholz: Terrasse aus Esche nach weniger als 1 Jahr kaputt – durch pur natur Alpin Terrasse ersetzt

 von Steffen Männle

Kaputte Thermoesche Terrassendielen

Es ist kaum vorstellbar, welche Schlechtleistungen am Bau heutzutage immer noch abgeliefert werden. Im vorliegenden Fall hatte eine Familie aus Freiburg einem Generalunternehmer aus dem Elztal ein Neubauobjekt anvertraut. Als Terrassenbelag für die rund 60 m2 große Terrasse setzte dieser Terrassendielen aus Thermoesche, dem hitzebehandelten Holz einer Esche, ein. Nach weniger als einem Jahr musste diese bereits ersetzt werden. Dieses Mal entschied sich die Bauherrschaft für ein Qualitätsprodukt von pur natur.

Wasserschaden deckte den Terrassen-Schaden glücklicherweise auf

Zunächst schien alles in Ordnung zu sein, bis die Familie einen Wasserschaden erlitt. Dieser wurde durch eine mangelhafte Abdichtung des Terrassenuntergrunds verursacht. Um den Schaden zu beheben, musste im ersten Schritt das Terrassendeck demontiert werden. Doch bei der Demontage der Terrassendielen wurde erschreckenderweise (im Rückblick vielmehr »glücklicherweise«) festgestellt, dass die Terrasse aus Thermoholz (Esche) bereits völlig kaputt war.

Später sollte sich herausstellen, dass die Thermoesche-Dielen schon unmittelbar nach Einbau einen Totalschaden erlitten, da die Clips für die Verschraubung in die Dielen »eingeschlagen« wurden. Dieses Befestigungsverfahren ist alles andere als für Terrassendielen geeignet, da die Dielen durch die Thermoholz-Behandlung sehr spröde werden und somit unmittelbar nach dem Einschlagen der Clips reißen.

Eine Thermo-Esche-Terrassendiele ist zwar resistent gegenüber Insekten und Pilzen. Außerdem verzieht sich das Holz nicht. Allerdings sind der Verlust an Festigkeit und die zunehmende Spröde, die sich aus der Veränderung der Zellstruktur ergeben, deutliche Thermoholz-Nachteile. Doch wieso ist die Zellstruktur verändert und wieso war das Holz unmittelbar nach dem Einbau kaputt? Ein Exkurs...

Exkurs: Thermoholz-Terrasse

Um zu verstehen, warum das Thermoholz aus Esche in diesem Fall bereits unmittelbar nach dem Einbau schrottreif war, muss man verstehen, was Thermoholz bedeutet. Welche Dauerhaftigkeit bringt es mit sich und wie sollte es bestmöglich verwendet werden? Welche Nachteile beziehungsweise Vorteile bringt es mit sich?

Eine Thermo-Esche-Terrassendiele wird mit Hitze behandelt, um sie resistent gegenüber Insekten und Pilzen zu machen. Außerdem sollen sich das Holz nicht mehr »verziehen«. Diese beiden Ziele werden durch die Thermobehandlung auch erreicht. Die verringerte Wasseraufnahmefähigkeit von Thermoholz reduziert die Neigung zum Quellen und Schwinden, Schüsseln und Reißen. Allerdings wird in diesem Zusammenhang eine sehr wichtige Eigenschaft unter den Tisch fallen gelassen: die mechanische Belastbarkeit.

Ausschlaggebender Nachteil: Thermo-Esche ist mechanisch kaum belastbar

Thermoholz-Terrassen werden, je nach Verfahren, auf 170-250 °C erhitzt. Dabei werden normalerweise folgende Phasen durchlaufen:

  • Ersterwärmungsphase (auf ca. 100 °C);
  • Vorkonditionierung und Trockenphase (kontrollierte Reduktion der Holzfeuchte auf 0 %);
  • Hochtemperaturphase (Erhitzung, je nach Holzart und Veredelungsklasse, auf bis zu 250 °C);
  • Konditionierungsphase (Wiederherstellung des optimalen Feuchtigkeitsniveaus);
  • und Abkühlphase.

Durch die extreme Hitze werden die Zellwände der Holzzellen beschädigt. So wird das Holz (z. B. Esche, Bangkirai, Eiche, Kiefer etc.) zwar für Insekten und Pilze uninteressant, allerdings sinkt damit auch die mechanische Belastbarkeit. Durch die thermische Behandlung werden Thermoholz Terrassendielen häufig spröde und das Holz verliert an Festigkeit. Es wird anfällig gegenüber Brüchen und Rissen - einer der größten Nachteile des Thermoholzes!

In Bereichen, wo mechanische Belastbarkeit keine oder nur eine unwesentliche Rolle spielt (zum Beispiel Außenfassaden), kann Thermoholz gut eingesetzt werden. Doch für den Einsatz als Thermo-Esche-Terrassendiele – so offenbar auch das eingangs erwähnte Beispiel in diesem Beitrag - zeigt Thermoholz Nachteile und scheint damit nicht die beste Wahl zu sein.

Kein Vertrauen mehr in die vorherige Firma!

Nun, da der Schaden offensichtlich war, musste er behoben werden. Weil die betroffene Familie allerdings kein Vertrauen in den Service des vorherigen Unternehmens mehr fassen konnte, beauftragte sie einen zuverlässigen und vertrauenswürdigen Verleger für ihren Garten: die Firma Parkettgalerie in Freiburg.

Douglasie anstelle der Thermo-Esche-Terrassendiele für die Gartenterrasse

Als Terrassenbelag sollten im zweiten Anlauf weder die Thermo-Esche-Terrassendiele noch Thermokiefer zum Einsatz kommen. Stattdessen entschied sich die Bauherrschaft gemeinsam mit dem Verleger angesichts der ausschlaggebenden Thermoholz-Nachteile für eine pur natur Alpin Terrasse aus heimischer Douglasie. Produkte von pur natur werden aus 80 bis 120 Jahre alten Douglasie-Stämmen aus dem Schwarzwald geschnitten. Das Holz dieser alten Bäume ist wesentlich härter als die aus dem Holzhandel oder Baumärkten bekannten Douglasie-Terrassendielen.

Die Douglasie ist ein Holz, das natürlich-resistent gegenüber Pilzen und Insekten ist, wodurch keine Thermo-Behandlung mehr notwendig ist und die Thermoholz-Nachteile geschickt umgangen werden. Die Douglasie kann darüber hinaus sehr gut mit Wechselbedingungen wie nass-feucht-trocken umgehen. Holz aus Douglasie (in guter Qualität) eignet sich daher hervorragend für eine Verwendung als Terrassendiele. Der Hersteller pur natur fertigt bereits seit über 10 Jahren Terrassendielen aus Douglasie. Die Herkunft der Douglasie kann dabei transparent nachgewiesen werden.

Voraussetzung: Unsichtbare Verlegung

Die Verlegung der Holzterrasse sollte unsichtbar erfolgen. Hierbei setzte man auf das bewährte System der Firma Früh, das durch pur natur bereits seit mehreren Jahren erfolgreich verbaut wird. Die Verlegung durch professionelle Handwerker ist neben der Qualität des Holzes ein elementarer Bestandteil für die Langlebigkeit jeder Terrassendiele.

Nachdem die aufwändige Montage vollzogen ist, besticht das System durch seine herausragenden Nutzungseigenschaften und Funktionen. Die Terrasse ist nämlich so konstruiert, dass genügend Luft zirkuliert. Die Terrassenbohlenhalter bringen den wichtigen Abstand zwischen Terrassendiele und Unterkonstruktion. Auch die Unterkonstruktion liegt nur punktuell auf, aber nicht flächig. Zusammen ergibt dies die ideale Kombination und beste Ergebnisse für jahrelange Freude an der Holzterrasse. Das System ist für alle Terrassendielen-Profile geeignet.

Douglasie statt Thermoholz kaufen: Eine schöne, helle Oberfläche

Um eine schöne, moderne und helle Farbgebung auf der Oberfläche zu erhalten, wurde die Holzterrasse nach der Verlegung mit weißer pur natur Lauge behandelt. Durch die Verwendung von Lauge hellt sich der Farbton der Douglasie-Terrassendielen auf. Das Ergebnis ist eine gleichmäßige, natürliche Vergrauung des Terrassendecks, wobei die Maserung erhalten bleibt. Die natürliche Lauge dient des Weiteren dem Holzschutz vor metallischer Oxidation (z. B. bei feinen Metallspänen in der Luft).

Richtige Beratung bei Thermoholz-Terrasse hätte den großen Ärger wegen der Thermoholz-Nachteile erspart

Nach dem Einbau der Douglasie-Terrassendielen konnte die Familie – ebenso wie die Bauherrschaft – endlich ihr neues Zuhause mit der schönen Terrasse im Garten genießen, die von nun an jahrelang beschwerdefrei halten wird. Doch wäre die Familie auch ohne den Ärger und Nachteile des Thermoholzes ausgekommen: Mit einer kompetenten Beratung sowie ausreichenden Informationen bezüglich Material und Einsatzzweck und vor allem mit einer professionellen Ausführung aus Meisterhand ist die Suche nach einem perfekten Terrassenboden halb so schwer.

Fotos © 2012 Parkettgalerie, Freiburg.

FAQ: Thermo-Esche

Was kostet Thermoholz?

Je nach Fläche, kann ein Quadratmeter glatter Terrassendielen aus Thermo-Esche Preise von etwa 70-80 € nach sich ziehen. Im Gegenzug dazu kostet Terrassenholz mit derselben Fläche aus Douglasie etwa 50-69 € inkl. MwSt. Damit bietet Douglasie, die Alternative zur Thermo-Esche, insgesamt einen geringeren Preis und bessere Nutzungseigenschaften, was in der Summe ein perfektes Preis-Leistungs-Verhältnis ergibt.

Welches Öl für Thermoesche?

Zur Pflege von Thermoesche wird häufig der Artikel "Osmo Thermoholz-Öl" im Online-Shop empfohlen. Auch der Artikel "Thermory Öl" ist ein beliebter Suchbegriff im Online-Shop. Unabhängig davon, welches Öl denn nun das Beste ist: Wenn Dielen nicht korrekt und professionell verlegt werden, kann jegliches Zubehör, wie u. a. Öle oder Farbe, keinerlei Nutzen bringen.

Welches ist das beste Holz für eine Terrasse? Bangkirai ganz sicher nicht!

Bodenbeläge mit Name "Bangkirai" finden sich in zahlreichen Gärten wieder, wenngleich die Verwendung dieser Holzart zahlreiche Probleme und Nachteile nach sich zieht. Anders als bei einer heimischen Art wie Eiche, Douglasie oder sogar Esche, besteht bei Bangkirai-Terrassenbelägen ein erhebliches Umweltproblem. Urwälder in Indonesien wurden aufgrund des Baumaterials bis zu 80 % abgeholzt.

Außerdem sind zahlreiche minderwertige Holzarten im Umlauf, die nicht eine annähernd so gute Langlebigkeit aufweisen wie echtes Bangkiraiholz. Weitere Nachteile des Holzes sind:

  • verzogene Terrassendielen
  • Verfärbungen
  • Ausbluten und Rissbildung
  • hohe Restfeuchte

Wie teuer sind Thermoholz-Terrassen?

Je nach Fläche kann ein Quadratmeter glatte Thermoesche-Dielen Preise von etwa 70-80 € nach sich ziehen. Im Gegenzug dazu kostet ein Quadratmeter Fläche aus Douglasie etwa 50-69 € inkl. MwSt. Damit wäre die Alternative ohne Thermo-Behandlung sogar günstiger für die Familie gewesen, ganz abgesehen davon, dass die Nachteile der Holzeigenschaften bei der Montage völlig außer Acht gelassen wurden. Damit gilt für jeglichen Bodenbelag: Wenn Dielen - innen wie außen – nicht korrekt und professionell verlegt werden, kann jegliches Zubehör wie Öle keinerlei Nutzen mehr bringen. Damit sollten die angegebenen Preise für einen qualitativen Fußboden gerechtfertigt sein, wenn auf ein qualitatives Ergebnis gesetzt wird.

Warum Bangkirai keine Alternative zu pur natur Produkten ist

Bangkirai-Bodenbeläge finden sich in zahlreichen Gärten wieder, wenngleich diese Holzart zahlreiche Probleme und Nachteile mit sich zieht. Anders als heimische Arten wie Eiche, Douglasie oder sogar Esche ist mit Bangkirai-Terrassenbelägen ein erhebliches Umweltproblem verbunden, denn Urwälder in Indonesien wurden aufgrund dessen bis zu 80% abgeholzt. Demnach sind aktuell zahlreiche minderwertige Holzarten im Umlauf, die nicht annähernd eine so gute Haltbarkeit aufweisen wie das echte Bangkiraiholz. Weitere Nachteile des Holzes sind:

  • Verzogene Terrassendielen
  • Verfärbungen
  • Ausbluten und Rissbildung
  • Hohe Restfeuchte