Den Flur zeitlos gestalten und lieben: Der optimale Bodenbelag für den Flur

Welcher Bodenbelag eignet sich für den Flur? – Arten von Bodenbelägen & Ideen zum Design

Wer eine Wohnung oder ein Haus betritt, kommt zunächst in der Diele an. Das Design des Flurs vermittelt den ersten und wichtigen Eindruck: Fühle ich mich wohl und willkommen? Was wohnen hier für Menschen?

Wer einen Flur mit Geschick einrichten möchte, sollte dabei Aspekte der Funktionalität beachten und das Ziel setzen, ein Ambiente herzustellen, das den persönlichen Geschmack trifft, sich gut pflegen lässt und einen Gast willkommen heißt. Mit dem richtigen Bodenbelag ist bereits ein Meilenstein gesetzt.

Ein Bodenbelag im Eingang und Flur muss belastbar sein

Der Bodenbelag im Hauseingang ist wohl der am stärksten beanspruchte Fußbodenbelag des gesamten Wohnraums: Es herrscht viel Verkehr, Menschen betreten ihn mit mehr oder minder schmutzigen Schuhen; nasse Regenschirme und Oberbekleidung tropfen auf ihn. Beim Gestalten des Flurs sollte der Bodenbelag diesem Beanspruchungsprofil gerecht werden.

Wer also zur Neugestaltung für den Flur Ideen zum Boden sucht oder ihn renovieren möchte, sollte bedenken, dass der potenzielle Bodenbelag im Flur schmirgelnden Schmutz durch eingetragenen Sand oder im Schuhprofil feststeckende Kieselsteinchen ebenso wie Nässe unbeeindruckt ertragen muss. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie Ihre Ideen für den neuen Flur nun streichen müssen, denn mittlerweile gibt es viele Arten von Bodenbelägen, die neben den praktischen Eigenschaften auch sehr gut aussehen.

Bild # 1: In einem Flur herrscht enormer Durchgangsverkehr –

deshalb sollte eine Diele strapazierfähig sein und ihr Design einladend wirken.

Welche Arten von Bodenbeläge eignen sich am besten bei der Flurgestaltung?

Eine kurze Übersicht über alle Bodenbeläge-Arten:

  • PVC: Polyvinylchlorid oder PVC gibt es inzwischen mit durchaus ansprechendem Design, jedoch ist das Material nicht unproblematisch. Der Geruch signalisiert bereits, dass PVC Weichmacher enthält, die die Atemluft belasten; außerdem wird PVC ggf. unter Verwendung schwermetallhaltiger Stabilisatoren hergestellt. Bei der Verbrennung im Rahmen der Müllentsorgung können aus PVC-Dioxine entstehen [1]. Wer gesundheitsbewusst bzw. umweltbewusst wohnen möchte, lässt die Finger von minderwertigen PVC-Produkten und nutzt beim Bauen andere Bodenbeläge.
  • Teppich: Bei einem Teppich handelt es sich per Definition um ein größeres Textilstück, das als Bodenbelag z. B. in Flur und Wohnzimmer zum Einsatz kommt. Ein Teppich ist aus Kunstfasern oder Naturfasern gewebt, gehäkelt oder gestrickt. Zur Farbgestaltung in Flur und Diele kann man mit bunten Teppichen oder Fußmatten Akzente setzen. Zur reinen Flurgestaltung sind sie meist ungeeignet, da sie Schmutz und Nässe binden und keinen angenehmen Empfang bieten. Die Reinigung gestaltet sich schwierig, denn ein fleckiger oder schlecht riechender Flur-Teppich lässt sich selten waschen – und falls doch, leiden Stabilität und Farben erheblich unter dem Waschvorgang. Teppiche auf dem Boden per Hand zu reinigen, kostet hingegen viel Kraft und Zeit. Folglich sind Teppich-Böden bei der Flurgestaltung nicht die beste Wahl.
  • Laminat: Laminat sieht aus wie ein Holzfußboden, doch die Oberfläche besteht aus einem Dekorbelag aus Kunststoff, der lediglich das Design eines Holzfußbodens in Flur und Co. in Form einer fotografischen Abbildung mehr oder minder geschickt imitiert. Unter der Holzimitat-Oberfläche liegen mehrere Schichten (Latein für lamina), die aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Die Bearbeitung und Verlegung stellen auch für Anfänger keine große handwerkliche Herausforderung dar. Dennoch: Laminat gilt im Flur nicht als der beste alternative Bodenbelag, da harte Partikel, die von der Straße, der Terrasse oder aus dem Garten eingetragen werden, leicht Riefen und Rillen in die Laminatoberfläche schmirgeln können. Solche Beschädigungen sind im Laminat-Boden irreversibel; das heißt: Ein einmal angerichteter Schaden bleibt.
  • Parkett: Bei Parkett handelt es sich um einen Fußbodenbelag, der aus lauter schmalen Holzbrettern besteht, die dicht an dicht im ansprechendem Design zusammengefügt werden. Der Werkstoff Holz schafft in der Regel eine angenehme Atmosphäre im Raum bzw. in der Wohnung; als reines Naturprodukt ist jeder Parkettbelag einmalig. Allgemein lassen sich versiegelte oder unversiegelte Parkettböden verlegen. Kleine oberflächliche Beschädigungen lassen sich wie bei Echtholzdielen durch abschleifen abtragen und ausbessern; möglicherweise muss nach der Reparatur eine neue Versiegelung aufgetragen werden.

Da die Parkett-Elemente lückenlos nebeneinander liegen, eignen sie sich bedingt als Badezimmer oder Flur-Design. Denn nehmen sie zu viel Feuchtigkeit als Bodenbelag im Flur auf, quellen die Holzbrettchen auf und der „Parkettboden kommt hoch“. Damit ist gemeint, dass die Bretter durch den Quellvorgang größer werden und schließlich nach oben ausweichen. Daraus resultiert ein unebener Fußbodenbelag im Flur. Damit eignen sich Parkettböden vor allem für Räume, die nur selten mit Feuchtigkeit in Berührung kommen (z. B. im Wohnzimmer).

Bild # 2: Aufsicht auf einen Parkettboden

  • Fliesen: Mit Fliesen lässt sich jeder Flur gestalten. Fliesen sind strapazierfähig und kratzfest, wenn man eine höhere Abriebklasse wählt. Nässe macht ihnen nichts aus. Ob man am besten Kacheln oder Natursteinplatten verlegt, hängt ganz vom persönlichen Geschmack ab. Allerdings haben auch Fliesen Nachteile, denn der Bodenbelag wirkt im Flur kalt, wenn Sie ihn barfuß überqueren. Wer rundum gemütlich wohnen möchte, zieht einen Fliesenboden mit Fußbodenheizung in Erwägung. Zur reinen Erneuerung des Bodenbelags im Flur existieren Alternativen zu Fliesen, falls keine Fußbodenheizung in der Diele vorhanden ist. Ein weiterer Nachteil von Fliesen: Fällt ein ausreichend schwerer und harter Gegenstand auf deren Oberfläche, entstehen Risse und Abplatzungen in den Kacheln. Insbesondere im Flur, durch den alle Gegenstände und Waren ins Haus gelangen, fällt bisweilen auch etwas zu Boden.
  • Holzdielen: Bodenbeläge aus Echtholzdielen gelten als gute Ausstattung für den Flur. Sie haben viele Vorteile: Sie sind pflegeleicht und Schäden lassen sich einfach ausbessern. Holz als Material wirkt – je nach Wahl der Holzart – gediegen, rustikal, zeitlos und elegant. Außerdem ist Holz eine schöne Alternative zu Fliesen. Wer  barfuß über Holzdielen geht, bekommt hier keine kalten Füße. Die meisten Menschen schätzen das Gefühl nackter Füße auf einer Holzoberfläche. Die Verlegung von Holzdielen, um seinen eigenen Fußboden zu bauen, ist leichter als oftmals angenommen – mit der Beratung eines guten Fachunternehmens können auch Laien einen Boden im Flur sauber verlegen (Schauen Sie auch hier: https://purnatur.com/de/technik/dielenboden). Tipps und Ideen für den Flur helfen bei einer modernen Gestaltung des Eingangsraumes und werden von Fachunternehmen häufig zur Verfügung gestellt. Ein gelungenes Beispiel finden Sie auch hier bei pur natur: https://purnatur.com/de/referenzen/projekte

Wir von pur natur beraten Sie gerne bei Ihren Vorhaben. Egal ob Sie Holzdielen im Flur einrichten oder Ihre Küche, Ihr Wohnzimmer, Schlafzimmer oder den Balkon bzw. die Terrasse im Garten gestalten möchten: Wir erarbeiten mit Ihnen in einem individuellen Beratungsgespräch, welcher Bodenbelag für welches Zimmer am besten geeignet ist.

Tipps zur Wohnraumgestaltung:
Im Prinzip können Sie für ein harmonisches Gesamtbild ein und denselben Bodenbelag für Flur und Küche verwenden. Die Ansprüche an den Boden sind ähnlich, was seine Toleranz gegenüber Nässe angeht. Dementsprechend oft gehen Flurbereiche in Küchenbereiche über. Übrigens: Verwenden Sie für Küche und Diele den gleichen Bodenbelag, wirken die Räume größer.

Welcher Bodenbelag für den Flur: Eiche oder Douglasie?

Die Holzdielen von pur natur können Sie – je nach Präferenz – in Douglasie oder Eichenholz kaufen. Gerne machen wir Ihnen während der Beratung eine Empfehlung für Ihren optimalen Bodenbelag im Flur, denn die Vielfalt des Angebots ist überraschend: Dielen von pur natur gibt es nicht nur in unterschiedlichen Breiten, sondern auch in verschiedenen Längen (bis 15 Meter!) und Stärken. Sehr lange bzw. breite Dielen als “Großformat” sind echte Hingucker, lassen den Raum großzügig erscheinen und verleihen den damit eingerichteten Wohnbereichen eine ganz besondere Wirkung!

Unsere breite Angebotspalette garantiert, dass auch ein Bodenbelag für einen schmalen Flur in puncto Struktur und Maße des Raumes gefunden wird. Für ein harmonisches Bild verlegen Sie die Dielen in Längsrichtung. So wirkt Ihr Heim und dessen Räume wohnlich sowie anziehend und Sie haben weiterhin diverse Gestaltungsmöglichkeiten bei gleichzeitig höchster Qualität. Wichtig ist letztlich, dass die angegebene Stärke der Nutzschicht in einem guten Verhältnis zur Beanspruchung steht: Je stärker die Böden belastet werden, umso dicker sollte die Nutzschicht der Diele gewählt werden.

Sind Sie auf der Suche nach einem hochwertigen Fußbodenbelag für den Flur? Wir informieren Sie gerne! Bei uns finden Sie ausdrucksstarke Bilder mit verschiedenen Arten von Holzbodenbelägen: von massiven Dielen bis 3-Schicht Dielen. Unbehandelte Hölzer behandeln wir für die perfekte Farbgestaltung im Flur und auf der Diele nach Belieben mit Ölen und Laugen. Hölzer von pur natur stehen für eine hohe Qualität und transparente Herkunft und eignen sich als u. a. Bodenbelag im Flur, in der Küche oder für den Ausbau der Terrasse.

Was spricht für Eichendielen als Bodenbelag im Flur?

Eichenholz …

  • ist sehr hart und widerstandsfähig,
  • verzieht sich kaum,
  • dunkelt nach,
  • besitzt eine gleichmäßige und attraktive Maserung,
  • (Kernholz) eignet sich zur Herstellung von Dielen, Konstruktionselementen und Möbeln,
  • bzw. die im Möbelbau angesagte Wildeiche ist eine Sortierung von Eichenholz, dessen ursprünglicher Baum viele Äste trug,
  • und andere Eichenholz-Sortierungen zeigen wenig bis gar keinen Astwuchs (keine “Astlöcher”),
  • wird bei pur natur geschliffen und optional auch gebürstet.

[2]

Bild # 3: Eichenbäume erkennt man unter anderem an der Form ihrer Blätter

und der Struktur ihrer Rinde.

Was spricht für Douglasiendielen als Bodenbelag im Flur?

Douglasienholz …

  • ist härter und schwerer als andere Nadelhölzer,
  • v. a. ältere Bäume ergeben ein hochwertiges Holz – pur natur beispielsweise verwendet ausschließlich ältere Douglasien zur Herstellung von Holzdielen,
  • verfügt über eine attraktive Maserung im Kernholz,
  • hat eine rötlich-braune bis orangerote Färbung des Kernholzes im unbehandelten Zustand,
  • ist dafür bekannt, dass Harz austreten kann,
  • lässt sich gut verarbeiten,
  • ist vergleichsweise preiswert gegenüber Eiche oder Tropenhölzern,
  • ist vielseitig verwendbar,
  • ist in geschliffenem Zustand gut geeignet für Barfußgänger.

[3]

Bild # 4: Douglasien können in den USA zu gewaltigen Bäumen heranwachsen

 

Tipps zu Beseitigung von oberflächlichen Beschädigungen in massiven Holzdielen:

 

Schäden lassen sich bei offenporigen Hölzern oft bereits durch Auflegen eines feuchten Tuches beheben – die Holzfasern quellen durch die Feuchtigkeit auf, sodass Dellen bzw. Kratzer ausgeglichen werden können. Möchten Sie größere Schäden mit dieser Methode ausbessern, legen Sie ein feucht-heißes Tuch auf, denn die Wärme unterstützt den Quellprozess. Sollte Ihnen dies dennoch nicht gelingen, haben Sie noch immer die Möglichkeit, den Echtholzboden abzuschleifen. Anders als bei Laminat lassen sich hier auch grobe Schäden rückgängig machen.

Holzkauf ist Vertrauenssache

Wer sich seiner persönlichen Verantwortung für Umwelt bzw. Klima bewusst ist, kauft Holz nur dort, wo dessen Herkunft bekannt ist. pur natur bietet einen genauen und verlässlichen Herkunftsnachweis für alle Holzprodukte. Wir garantieren Ihnen höchste Qualität „Made in Germany“ vom Baum bis zum Endprodukt und auf allen Ebenen des Herstellungsprozesses. Unter “Produktinfos” können Sie nachlesen, welche Dielentypen „auf Wunsch mit Original Herkunftsnachweis“ versehen werden können.

Achtung: Das FSC-Siegel, dem viele Verbraucher vertrauen, verspricht nicht immer Transparenz und einen nachhaltigen Anbau. In jüngster Vergangenheit wurden mehrere Verstöße dokumentiert. [4]

Quellen:

  1.  https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/umwelt/was-tun-pvc/
  2.  https://www.dormando.de/lexikon/eichenholz/#
  3.  http://www.leichterbauen.at/douglasie-holz-eigenschaften-und-verwendung/
  4.  https://www.schreinerzeitung.ch/de/artikel/die-fsc-luege

Bildquellen

  1.  https://pixabay.com/de/photos/willkommen-in-unserem-haus-willkommen-1205888/
  2.  http://absfreepic.com/free-photos/download/on-wooden-floor-2571x1714_89560.html
  3.  https://pixabay.com/de/photos/riese-douglasie-natur-1559559/
  4.  https://pixabay.com/de/photos/eiche-baum-eichenbaum-rinde-411489/