Dauerhaftigkeitsklassen von Terassenholz

Wenn Sie sich für den Bau einer Terasse beziehungsweise allgemein für die Verwendung jeglicher Holzarten als Bodenbelag interessieren, wird zwangsläufig der Begriff der Dauerhaftigkeitsklassen aufkommen.

 

Definition der Widerstandsfähigkeit

Die Haltbarkeit Ihrer Terrassendielen hängt von der Resistenz der verwendeten Holzarten gegenüber Insekten sowie anderen Arten die als Holzschädlinge gelten, beispielsweise Pilze fallen in diese Kategorie. Diesen Zustand der natürlichen Dauerhaftigkeit voraussetzend, werden hierzulande häufig verwendete Hölzer anhand von Versuchen im Labor und Beobachtungen im Freien in Dauerhaftigkeitsklassen eingeteilt. Ein wesentlicher Faktor ist die Reaktion auf Feuchtigkeit, welche bei Erdkontakt entsteht und Pilzbefall begünstigen kann.

Die europäische Norm EN 350 klassifiziert die Lebensdauer einer Holzart wie folgt:

  • 1 sehr dauerhaft
  • 2 dauerhaft
  • 3 mäßig dauerhaft
  • 4 wenig dauerhaft
  • 5 nicht dauerhaft

Der DIN EN Standard wird durch das deutsche Insitut für Normung und auch durch die Europäische Union, daher DIN EN Einstufung genannt, als Klassifizierung für Holzarten anerkannt.

 

Benennung der natürlichen Dauerhaftigkeit

Es gibt einige Bezeichnungen für die natürliche Dauerhaftigkeit von z B Lärche, Douglasie und anderen als Terrassenholz eingesetzten Holzarten. Dies ist auf den ersten Blick verwirrend, wenn man sich mit den Resistenzklassen von Hölzern befasst: Die geltende europäische Einteilung in eine Resistenzklasse wird als EN 350 bezeichnet, EN 350 2 steht daher für die Eigenschaft "2 dauerhaft". Wird die Übersicht der Eigenschaften mit der dazugehörigen Lebenserwartung der hölzernen Produkte außerdem von dem deutschen Institut für Normung als wahrscheinliche Nutzungsdauer anerkannt, findet man als Kunde entweder den Begriff DIN EN oder DIN EN 350 vor.

 

Hölzer, die sich für Anwendungen bei Terrassen eignen

Je nach Preis weisen Holzarten eine andere Klassifikation nach der DIN EN 350 Norm auf. Am besten für die Nutzung als mögliche Terrassenbeläge sind tropische Hölzer wie Ipe oder heimisches Holz der Robinie. Obwohl letztere ebenfalls als 1 sehr dauerhaft, beziehungsweise manchmal auch als dauerhaft eingestuft wird, und das Holz sich zusätzliche durch einen geringen Pflegeaufwand auszeichnet, neigt es zu ungünstigen Formen aufgrund des Wuches und ist nicht so leicht verfügbar wie Ipe. Ebenfalls ein gutes Resultat bei dem Bau der Terrasse und der anschließenden Nutzung, kann man bei dem tropischen Bangkirai erwarten, das zu EN 350 2 zählt und daher resistent gegen Pilze ist.

 

Nicht zu empfehlen sind hingegen Terrassendielen aus Kiefer beziehungsweise Esche, die im besten Fall eine mittlere bis schlechte Dauerhaftigkeit nach DIN EN 350 aufweisen. Sie müssen vor der Verwendung im Außenbereich aufbereitet werden und sind danach unter Berücksichtigung einer intensiven Pflege etwas länger haltbar. Weitere Informationen sowie eine Empfehlung kann von Experten eingeholt werden, die die Maßnahmen zur Behandlung des Holzes kennen. Ihre Erfahrung im Holzschutz und insbesondere der Vorbeugung von eine Befall von Pilzen, erleichtert meist die Auswahl. Als Alternative zu einem Einsatz der Tropenhölzer Bangkirai und Ipe stellen Lärche und Douglasie dar. Die Klasse entspricht jedoch nicht dem dauerhaften Standard, sondern nur der Norm 3 mäßig dauerhaft oder 4 wenig dauerhaft. Selbst wenn diese Holzarten nur als mäßig dauerhaft angesehen werden, bilden sie doch eine gute Option neben Möglichkeiten wie Thermoholz oder ähnliches.

Überblick über die Artikel und Klassen

 

Dauerhaftigkeitsklasse

Holzart

1

Ipe 

1-2

Robinie

2

Bangkirai

3

(Sibirische) Lärche

3-4 

Douglasie



FAQ

Im folgenden Abschnitt finden Sie alle Antworten zu Fragen, die häufig in Zusammenhang mit Dauerhaftigkeitsklassen gestellt werden. Unter anderem geht es dabei um Holzarten, natürliche Dauerhaftigkeit, die Rolle der Pilze und Insekten sowie weiteren Themen. Sprechen Sie uns bei einer Frage gerne persönlich an.

Was bedeutet Dauerhaftigkeitsklasse?

Die Dauerhaftigkeitsklasse beschreibt die Widerstandsfähigkeit von Holz. Anhand von Angaben des deutschen Instituts für Normung beziehungsweise den Normen der europäischen Union wird die Resistenz gegen Insekten- und Pilzbefall beziffert.

Wie lange hält Holz im Freien?

Es kommt darauf an, wo das jeweilige Holz seinen Standort hat und welche natürlichen Eigenschaften es aufweist. Dabei spielt unter anderem die Feuchte des Bodens eine Rolle, aber auch die allgemeine klimatische Situation.

Welches Holz ist für draußen am besten?

Am beliebtesten ist Bangkirai für den Einsatz im Außenbereich (DIN EN 350 2). Prinzipiell weisen Tropenhölzer, zu nennen wäre hier außerdem Ipe, Klasse 1, eine hohe Dauerhaftigkeit auf. Sie ähnelt der von WPC. Holzarten, die in heimischen Wäldern zu finden sind, wie Eiche, Robinie oder Douglasie sind auch noch vergleichsweise widerstandsfähig. Preiswerter und eher ungeeignet wäre dagegen das Holz der Fichte oder Tanne.

Welche Terrassendielen halten am längsten?

Terrassendielen aus Tropenhölzern wie Ipe oder Bangkirai halten am längsten. Heimische Nadelhölzer sowie Laubholz erreichen mit Holzschutzmittel und anderen Behandlungen sowie der durch die Hersteller empfohlene Pflege zwar eine längere Lebensdauer als Terrassendielen im Garten, allerdings fallen sie bei diesem Thema hinter den exotischeren Hölzern zurück.