Dielenboden verlegen: Anleitungen und Tipps von Ihrem Holzdielen-Experten

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In dieser Kategorie Dielenboden verlegen von pur natur finden Sie zahlreiches Knowhow über die verschiedenen Verlegearten, Verlegemuster und sonstigen Aspekte, die die Verlegung eines Echtholzbodens betreffen. In diesem Artikel bieten wir Ihnen einen allgemeinen Überblick, während wir auf den verlinkten Unterseiten thematisch und mit genauen Praxisanleitungen in die Tiefe gehen.

Ein Beispiel: Sie lesen auf dieser Seite darüber, dass Sie Ihre Holzdielen verschrauben können. Falls Sie dieses Verfahren interessiert, dann klicken Sie einfach auf die verlinkte Seite über die Verschraubung von Dielenböden und Sie finden dort detaillierte Beschreibungen des Verlegeverfahrens!

Diese Seite ist der Ausgangspunkt für ein umfassendes und nutzerorientiertes Handbuch, das es Ihnen erleichtert, Ihre Dielen fachgerecht zu verlegen. So können Sie Ihren neuen und natürlichen Boden in dessen gesamter optischer Pracht genießen - es lohnt sich!

Grundsätzliche Verlegeverfahren

Unter den verschiedenen Verfahren, mit denen Sie Ihren Dielenboden verlegen können, sind drei hervorzuheben:

  • Verschraubung
  • Vollflächige Verklebung
  • Schwimmende Verlegung

Ehe wir auf die erstgenannten beiden Verfahren eingehen, möchten wir zunächst die schwimmende Verlegung thematisieren. Grund hierfür ist, dass dieses Verlegeverfahren prinzipiell nicht empfehlenswert ist, sodass das Thema an dieser Stelle schnell abgehakt werden kann.

Falls Sie direkt mehr über die Verschraubung und vollflächige Verklebung erfahren möchten, dann klicken Sie hier und Sie gelangen sofort zu den Hauptthemen.

Dielen schwimmend verlegen: Wie es funktioniert und was dagegen spricht

Die Variante der schwimmenden Verlegung kommt bei manchen Parkettböden oder Laminatböden zum Einsatz. Unter dem Begriff “schwimmend” ist im Kontext von Massivholzdielen eine Verlegung des Bodens ohne feste Verbindung zum unmittelbaren Untergrund zu verstehen.

Sie legen die Dielen einfach auf dem Boden aus, sodass diese lediglich durch die Nut-Feder-Verbindungen miteinander verbunden sind und dadurch ein geschlossener Boden entsteht. Am Untergrund haften die Dielen jedoch nicht, wenn Sie den Holzboden schwimmend verlegen. Nicht zu verwechseln ist dieses Verfahren mit einer Kreuzlattung: Bei der Kreuzlattung verlegen Sie zwar die Latten schwimmend, jedoch werden darauf die Dielen befestigt. Bei der schwimmenden Verlegung ist jedoch keine Kreuzlattung vorhanden; nur die Dielen, lose auf dem Untergrund.

Grundsätzlich sollten Sie Ihre Holzdielen nicht schwimmend verlegen. Hochwertige, solide Holzdielen - wie die Produkte aus dem Hause pur natur - büßen durch dieses Verlegeverfahren an Qualität und Komforteigenschaften ein. Wie es bei Menschen selbst der Fall ist, performen auch zahlreiche Produkte dann am besten, sofern optimale Bedingungen bestehen. Holzdielen schwimmend zu verlegen, bietet Ihrem Dielenboden schlechte Konditionen, um seine natürlichen Qualitäten auszuspielen.

Insgesamt hat dieses Verlegeverfahren folgende (sehr) wahrscheinliche Nachteile bei einer anschließenden Nutzung des Bodens:

  • Vermindertes Trittgefühl
  • Klappern beim Gehen
  • Zu freies Arbeitsverhalten und dadurch ggfs. Verziehen der Dielen

In seltenen Fällen kann es Sinn ergeben, dass Sie Ihre Dielen schwimmend verlegen. Dies ist z. B. bei Mietwohnungen der Fall. Mietwohnungen sind beim Auszug in der Regel so zu hinterlassen, wie sie übernommen wurden. Dies ist am einfachsten realisierbar, wenn Sie den Dielenboden schwimmend verlegen und keine feste Verbindung zum Untergrund besteht. Garantiert der Vermieter jedoch, dass eine Abnahme der Wohnung mit dem verlegten Dielenboden nach Mietverhältnis erfolgen wird, dann wiederum sollten Sie nicht den Dielenboden schwimmend verlegen, sondern eine feste Montage vorziehen.

Mit dem Stichwort der festen Montage widmen wir uns nun den wichtigen Alternativen zur schwimmenden Verlegung, die in diesem Artikel die größte Aufmerksamkeit erhalten sollen.

Die besten Verlegeverfahren: Dielen verlegen anhand Verschraubung oder Verklebung

Wir bei pur natur empfehlen, wo es technisch und funktional möglich sowie sinnvoll ist, die Holzdielen zu verschrauben. Auf einigen Untergründen – je nachdem, ob der Boden mit Fußbodenheizung ausgestattet ist oder nicht – ergibt eine vollflächige Verklebung mehr Sinn.

Abgesehen von diesem Grundsatz spielen natürlich individuelle Präferenzen eine Rolle, welches Verfahren für Sie geeigneter ist und welches nicht. Als Entscheidungshilfe finden Sie weiter unten eine Pro-und-Kontra-Liste. Zunächst soll auf allgemeine Aspekte beider Verfahren eingegangen werden.

Wenn Sie Ihren Holzdielen verschrauben oder verkleben, entsteht ein solides, wertiges Trittgefühl. Dies beeinflusst die Sicherheit und den Komfort beim Gehen positiv. Zudem tragen die Verlegeverfahren der Verschraubung und Verklebung dazu bei, dass die Dielen weniger arbeiten. Somit sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass die Dielen klappern oder knarren - zur Erinnerung: Das komplette Gegenteil ist der Fall, wenn Sie Ihren Holzboden schwimmend verlegen. Bei einer Verschraubung oder Verklebung wird das Holz “festgehalten” und weist dadurch ein deutlich geringeres Arbeitsverhalten auf.

Nun wissen Sie, wieso es für die Eigenschaften Ihres Holzbodens wichtig ist, wie Sie Ihre Bodendielen verlegen. Sie können nachvollziehen, warum die Verschraubung und Verklebung der schwimmenden Verlegung vorzuziehen sind. Die Zeit ist reif, den beiden präferierten Verlegeverfahren auf den Zahn zu fühlen, sich einen genaueren Eindruck von der Praxis beim Dielen verlegen und den Nutzungseigenschaften nach dem Verlegeprozess zu verschaffen.

Massivholzdielen mithilfe von Dielenschrauben verlegen

Anders als bei bestimmten Bodenbelägen wie beispielsweise Fliesen können Holzbeläge verschraubt werden. Hierbei haben Sie die Möglichkeit, die Bodendielen so zu verlegen, dass die Schrauben nicht sichtbar (=Verdeckte Verschraubung) oder sichtbar (=Verschraubung von oben) sind.

Obwohl eine verdeckte Verschraubung in der Durchführung minimal komplizierter ist, erfreut sich das Verlegeverfahren großer Beliebtheit. Insbesondere bei kleineren Holzdielen mit einer Breite von bis zu 300 Millimetern ergibt sich nämlich ein großer optischer Mehrwert, wenn die Schrauben nicht sichtbar sind.

Demgegenüber steht die Verschraubung von oben, die sich praktisch einfacher umsetzen lässt. Bei besagten kleineren Holzdielen müssten auf dem gesamten Dielenboden viele Schrauben Anwendung finden, sodass dieses Verfahren die Optik schmälert. Bei größeren Dielen mit einer Breite ab 300 Millimetern aufwärts, die jeweils größere Raumflächen vereinnahmen, sind beim gesamten Dielenboden weniger Schrauben erforderlich. So kommt die prachtvolle Optik des Holzes auch nach diesem Verlegeverfahren zur Geltung.

Im Nachfolgenden erhalten Sie eine Schilderung beider Varianten, mit denen Sie Ihren Fußboden verlegen können. Für genaue und detaillierte Anleitungen, durch die Sie Ihren Dielenboden selbst verlegen, lesen Sie sich am besten unseren ausführlichen Ratgeber über die Verschraubung von Holzdielen durch.

Verdeckte Verschraubung

 

Schematische Darstellung: Verdeckte Verschraubung

Beim verdeckten Verschrauben müssen Sie von Wand zu Wand Ihre Fußbodendielen verlegen. Sie können nicht, wie z. B. bei der Verklebung, in der Mitte eines Raumes starten. Dies führt dazu, dass Sie mit der Nut-Seite der Dielen an einer Wand starten und dann über die Fläche im Raum bis zur gegenüberliegenden Wand den Boden durchgehend verlegen.

Beim Vorgang schrauben Sie die Dielenschrauben durch die Feder im Winkel von 45 Grad in den Untergrund. Achten Sie hierbei darauf, die Schrauben nicht zu stark festzuziehen, da sonst die Gefahr besteht, dass die Feder abreißt. Schrauben Sie das letzte Stück vorsichtig mit einem Akku-Bohrschrauber mit integriertem Drehmomentbegrenzer fest. Die Schraube wird durch die nächste Diele verdeckt. Damit sich die Nut der nächsten Echtholzdielen gut auf die Feder aufsetzen lässt, sind kleine Schraubenköpfe wichtig. Der Schraubenkopf muss darüber hinaus so weit wie möglich ins Holz einsenken. Um die Holzdielen stabil zu verlegen, müssen sie diese alle 40 bis 60 cm befestigen.

Die jeweils erste und letzte Holzdiele müssen Sie einseitig auch von oben durchschrauben, da ansonsten die Diele nur aufliegt und “klappern” könnte. Somit ist eine verdeckte Verschraubung von Dielen nicht komplett verdeckt, denn zwei Dielenreihen an den Wänden weisen Schrauben auf. Eine Ausnahme hiervon stellt die Verschraubung von Terrassendielen dar: Hier verlegen Sie die Dielen auf einer Unterkonstruktion, wobei die Unterkonstruktion eine komplett verdeckte Verschraubung möglich macht.

Eine Unterkonstruktion für die Terrasse besteht u. a. aus Montagebalken. Diese platzieren Sie auf einem festen Untergrund und mit mindestens 2 % Gefälle. Nachdem Sie die Holzdielen auf Balken verlegen, kann dank des Gefälles das Wasser abfließen und es sammelt sich weniger Feuchtigkeit. So ist Ihr Holzboden langlebiger. Wie beim Dielen verlegen die Unterkonstruktion genau aussieht, variiert mit den örtlichen Gegebenheiten und Ihren Präferenzen.

Wie Sie die Holzdielen auf Balken verlegen, auf diese Weise Ihren Terrassenboden bilden und wieso bei diesem Verfahren - im Gegensatz zur Verschraubung bei Innenböden - alle Schrauben komplett verdeckt sein können... All das erfahren Sie in unserem großen Info-Artikel übers Terrassendielen verlegen.

Verschraubung von oben

 

Dielenboden verlegen: Verschraubung von oben und Schraubenabstand

Dielen hinlegen, Löcher reinjagen und Schrauben reindrehen - dieser grobe Ablauf klingt zwar wie ein Scherz, aber fasst die Praxis korrekt zusammen. Es stellt sich nur die Frage, wo die Löcher gebohrt werden müssen. Hierbei sind die beiden in der Grafik genannten Aspekte “Randabstand” sowie “Schraubabstand” zu beachten.

Halten Sie sich an folgende Randabstände, wenn Sie den Holzboden selber verlegen:

siehe: Tabelle Randabstände von der aktuellen Webseite https://purnatur.com/de/dielenboden-verlegen

Abgesehen von dem Randabstand sollten Sie den Schraubabstand beachten. Beim Holzböden verlegen ergibt sich der Schraubabstand in der Regel durch den Balkenabstand. Der Maximalabstand beträgt 100 Zentimeter bei 35 Millimeter Dielenstärke. Wenn Sie Massivholzdielen auf OSB-Platten verlegen bzw. mit Verlegespanplatten verschrauben, empfiehlt sich ein pauschaler Abstand von 50 Zentimetern. Für alles Weitere dient Ihnen diese Tabelle als Hilfestellung:

siehe: Tabelle empfohlene Balken-/Schraubabstände von der aktuellen Webseite https://purnatur.com/de/dielenboden-verlegen

Sobald Sie die richtigen Punkte kennen, kann die Bohrung beginnen. Mit einem 3- bis 4-mm-Holzbohrer bohren Sie (nicht in die Unterkonstruktion!) vor. Anschließend bohren Sie einem 15mm-Forstnerbohrer ein 6 bis 10 Millimeter tiefes Loch in dem spezifischen Abstand von beiden Dielen-Rändern. Bei beispielsweise Eichendielen mit 16, 21 oder 22 Millimetern Stärke wird das Pfropfenloch nur 6 mm tief gebohrt, sodass die Diele stark genug ist, um die Schraube zu halten.

Abschließend schrauben Sie die Diele mit den passenden Dielenschrauben fest. Perfekt abgestimmte Schrauben erhalten Sie beim Kauf Ihres Dielenbodens mit dazu. Nachdem Sie mit dem Fußbodendielen verlegen und verschrauben fertig sind, ist in jedes Loch ein passender Holzpfropfen mit wasserfestem Leim zu geben. Hierzu füllen Sie zunächst Holzleim in das Loch und schlagen den Pfropfen mit einem Hartgummihammer in das Loch ein. Den Überstand schleifen Sie mit einer Schleifmaschine ab. Passende Holzpfropfen in Douglasie und Eiche sind bei uns erhältlich.

Vollflächige Verklebung von Holzdielen

Vollflächige Verklebung Dielenboden

Alle Massivholzdielen von pur natur können Sie auch verkleben. Beim Verlegeverfahren der vollflächigen Verklebung verbinden Sie Ihren Dielenboden mittels spezieller Parkettklebstoffe vollflächig mit dem Untergrund. Dieses Verfahren ist geeignet für flächige Untergründe wie Fermacell, OSB-Platten und Estrichböden. Verwenden Sie hierfür ausschließlich empfohlene Klebstoffe und Grundierungen.

Vorteile der Verklebung beim Dielenboden verlegen:

  • exzellente Trittschalldämmung
  • geringe Aufbauhöhe
  • sehr hohe Festigkeit durch Premiumklebstoffe (Dennoch ein minimales Arbeiten des Holzes möglich.)
  • wertiges, solides Trittgefühl

Nachteile der Verklebung beim Dielenboden verlegen:

  • zeit- und kostenintensive Demontage
  • vollständige Zerstörung des Holzes bei Demontage
  • Schäden am Unterboden bei der Demontage unvermeidbar

Ihnen an dieser Stelle genau zu erklären, wie Sie mittels Verklebung Ihre Holzdielen verlegen auf Estrich & Co., würde den Rahmen des Artikels sprengen. Wir möchten Sie wärmstens auf unseren detaillierten Artikel Holzdielen verkleben aufmerksam machen, in dem Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung dazu erhalten, wie Sie durch Verklebung Ihren Holzdielenboden verlegen.

Holzdielen auf Estrich verlegen: Darauf ist zu achten!

Die vollflächige Verklebung ist die beste Lösung, wenn Estrich den Unterboden bildet und Sie den Holzboden darauf verlegen möchten. Wichtig bei der vollflächigen Verklebung auf Estrich ist die Einhaltung der nachfolgenden Vorbedingungen. Da diese häufig in Vergessenheit geraten, schließen wir das Thema mit einer Übersicht über die wichtigsten Vorbedingungen ab:

  • Untergrund ist trocken
  • Untergrund hat die nötige Ebenheit (+-2 mm auf 2 m Richtlatte)
  • Maximal erlaubte Restfeuchte des Estrichs: <1,8 % CM für Zementestriche, <0,3 % CM für Anhydridestriche

Verlegen mit oder ohne Fugen?

Nicht nur das Verlegeverfahren ist wichtig, wenn Sie Ihren Fußboden verlegen. Auch die Frage, ob mit oder ohne Fugen verlegt werden soll, ist maßgeblich. Als Sichtfugen bezeichnen wir gewollte Fugen zwischen den Echtholzdielen, die beim Verlegen des Bodens eingearbeitet werden. Die Fugengröße zwischen den Dielenbrettern beträgt zwischen 1,0 und 2,5 Millimetern. Bei einer Massivholzdiele ab 350 Millimetern Dielenbretter-Breite muss sogar zwingend mit Sichtfuge verlegt werden - dies zeigt, wie wichtig es ist, dass Sie sich auch mit diesem Thema im Vorfeld des Bestell- und Verlegeprozesses Ihres neuen Dielenbodens befassen.

Viele Architekten und Bauherren wünschen eine Holzboden-Verlegung ohne Sichtfugen. Diese Variante ist technisch bei allen Dielenarten möglich, jedoch eben bei Dielen ab einer Breite von 350 Millimetern überhaupt nicht sinnvoll. Dielen dieser Breite werden sich naturgemäß stark ausdehnen; dem sollte durch das Boden verlegen mit Fugen Vorarbeit geleistet werden.

Empfehlungen zur Anwendung oder Nicht-Anwendung von Fugen beim Holzdielen verlegen

Gern beraten wir Sie umfassend bei der Entscheidung, ob Sie mit Fugen verlegen sollten oder nicht und welche Vor- bzw. Nachteile sich in Ihrem speziellen Bodendesign dadurch ergeben könnten. Es gibt einige pauschale Grundregeln, die Ihnen schon jetzt eine erste Orientierung darüber verschaffen, wann Sie mit oder ohne Fuge Ihren Holzboden verlegen sollten:

Dielenboden verlegen mit gefasten Dielen ohne Sichtfuge

Die Verlegung mit Sichtfuge eignet sich besonders für einen Boden mit raumlangen Holzstücken. Für schmale Holzfußböden, vor allem solche mit Fischgrat-Muster, ist sie hingegen nicht empfehlenswert.

Dielenboden verlegt mit Dielen in fallenden Längen ohne Sichtfuge

Die Verlegung ohne Sichtfuge ist von pur natur grundsätzlich bei kleineren und/oder im Verlegemuster Fallende Längen verlegten Dielen empfohlen.

Holzdielenboden verlegen: Ratschläge zur Setzung von Fugen

Falls Sie sich für eine Verlegung mit Fugen entscheiden, empfehlen wir folgende Fugengrößen in Abhängigkeit von der genannten Dielenbreite:

siehe: Tabelle Randabstände von der aktuellen Webseite https://purnatur.com/de/dielenboden-verlegen

Zur exakten Einhaltung der Holzdielen-Fugen sollten Sie Abstandshalter mit langem Profil verwenden, sodass beim Spannen des Holzes keine Druckstellen entstehen. Wir raten zum Aluminium T-Profile mit mindestens 30 Zentimetern Länge; eingeklemmt zwischen den Massivdielen im Abstand von ca. 50 Zentimetern.

Holzböden verlegen: FAQ-Bereich

Kann ich den Dielenboden selbst verlegen?

Sie können Ihren Holzboden selber verlegen, wenn sich Folgendes bejahen lässt:

  • Haben Sie das nötige Werkzeug?
  • Haben Sie die nötige Zeit zum Bauen oder Renovieren?
  • Haben Sie das nötige Know-How (z. B. aus unseren Artikeln)?

Die Unterschiede zwischen “Heimwerkern” und “Profis” wirken sich unserer Ansicht nach auf die Aspekte Geschwindigkeit, Perfektionsgrad und Gewährleistung aus. Profis verlegen den gleichen Echtholzboden in geringerer Zeit. Zudem verlegen Profis die Fußbodendielen optisch ansprechender; dies lässt sich insbesondere in den Details erkennen, wie dem Anarbeiten an Anschlüsse wie Bodentanks, an Säulen, an Ecken, an Türschwellen etc. Ein Echtholzboden-Leger übernimmt zudem in der Regel eine Gewährleistung für sein Gewerk. Letzten Endes ergeben sich folgende Vor- und Nachteile, falls Sie Ihren Dielenboden selbst verlegen.

Vorteile:

  • In der Regel kostengünstiger: Das Geld, das Sie einsparen, kann in hochwertiges Material investiert werden.
  • Der Lerneffekt und Spaß: Sie lernen durch die Arbeit einiges über das Holz, die Arbeitsprozesse und weitere Aspekte dazu. Eventuell bereitet Ihnen dies Spaß.
  • Bei Verschraubungen: Diese Verlegevariante ist reversibel; d. h. wenn etwas schief läuft, kann es korrigiert werden.

Nachteile:

  • Die Gewährleistung übernehmen Sie selbst.
  • Die vollflächige Verklebung erfordert Know-How.

Wenn Sie handwerklich geschickt sind und/oder einen befreundeten Schreiner kennen, der den Boden verlegen kann, verfügen Sie grundsätzlich über gute Voraussetzungen, um Ihre Holzboden selber zu verlegen.

Wann sollte ich den Holzdielenboden verlegen lassen?

Durch einen Fachbetrieb sollten Sie immer dann Ihren Holzboden verlegen lassen, wenn Sie hohen Wert auf eine hohe optische Qualität Ihres Bodens legen. Grundsätzlich ist die professionelle Verlegung ratsam, denn neben hochwertigen Massivdielen ist eine qualitative Verlegung entscheidend für ein schönes Bodenbild.

Vorteile:

  • Ein professioneller Bodenleger verlegt den Dielenboden fachgerecht.
  • Sie erhalten Sicherheit und maximale Qualität.
  • Sie beanspruchen nicht Ihre eigene Zeit.
  • Sie erhalten eine Gewährleistung auf das Ergebnis.

Nachteile:

  • relativ kostenintensiv; jedoch müssen Sie Ihre eigene Zeitersparnis auch einberechnen sowie das Risiko einer falschen Ausführung der Arbeit und der daraus resultierenden Kosten sowie des Zeitverlustes

Dielenboden verlegen: Woran erkenne ich hohe Qualität?

Wenn Sie Ihren Holzboden verlegen lassen oder die Dielen selbst verlegen, erkennen Sie im Nachhinein eine “saubere Verlegung” insbesondere an den folgenden Punkten:

  • Die Auswahl der Dielen und damit verbundenen sonstigen Produkte/Materialien war sorgfältig hinsichtlich der Astigkeit und Maserung, sodass ein harmonisches Bodenbild entsteht. Der Holzdielenboden wirkt ruhig.
  • Wenn keine Sockelleiste zum Einsatz kommen soll, ist das Fugenbild an den Rändern bzw. zur Wand hin sauber und gleichmäßig.
  • Die Abarbeitung an Wänden, Säulen, Bodentanks und anderen Objekten ist sauber ausgeführt.
  • Die Übergänge zu anderen Bodenbelägen sind eben sowie bündig.
  • Es zeichnet sich ein gleichmäßiges Fugenbild an den Holzdielen ab.
  • Es werden hochwertige Klebstoffe verwendet.

Kann man Dielen auf Dielen verlegen?

Es empfiehlt sich nicht, Dielen auf Dielen zu verlegen. In den meisten Fällen ist es aus statischen Gründen sogar unsicher, da auf dem nicht immer ebenen, alten Fußboden die neuen Dielen bei Belastungen verbogen werden könnten. Zudem ist bei neu gekauften Gebäuden ungewiss, ob die alten Dielen fachgerecht verlegt wurden und/oder ob der Untergrund frei von Mängeln ist. Es empfiehlt sich immer, die alten Dielen zu entfernen und den Untergrund zu inspizieren, anstelle Dielen auf Dielen zu verlegen.

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