Gut Kaltenbrunn, Tegernsee

23.11.2017
Terrasse      
pur natur Dielen Douglasie Alpin 30 × 185 mm 1,5–4,5m unbehandelt

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Gut Kaltenbrunn befindet sich direkt am Nordufer des Tegernsees. Das altehrwürdige Gut wurde in seiner ursprünglichen Struktur erhalten und soll durch seine neue Nutzung die Region rund um den Tegernsee bereichern. Aufgabe für die beiden Architekten - Architektur Manuel Benjamin Schachtner und Andreas Breier Architektenteam - war der sensible Umgang mit dem Ensemble in allen gestalterischen und baulichen Maßnahmen und dem geplanten Nutzungskonzept.

Das neue Leben auf Gut Kaltenbrunn beinhaltet zukünftig unter anderem Gastronomie, Biergarten und Veranstaltungsräume. Über eine neu angelegte Promenade gelangt man fußläufig zur Gaststätte und in den bestehenden Vierseithof. Der Königsbau wird in seiner Nutzung als Gaststätte wiederbelebt und durch den reduzierten Neubau - Salettl Neu genannt - erweitert. Aufgrund seiner nachhaltigen Nutzung wird das Gut zukünftig wieder zu einem festen Bestandteil der Region werden.

Die schwarz pigmentierte Sichtbetondecke wurde in ihrer Untersicht bewusst mit sägerauen Schalungsbrettern verkleidet. Die herausragenden Holzschwerter aus Douglasie Natur erzeugen eine natürliche Beschattung, ein interessantes Licht- und Schattenspiel auf den pur natur Alpin-Dielen, die das Gebäude umgeben.

Konstruktiv ist das Salettl Neu als reduzierter Skelettbau ausgebildet. Die geschlossene Metallwand, sowie die Dachbereiche sind mit Holzlamellen aus Douglasie bekleidet. Dadurch wird auf das bestehende, natürliche Material des ehemaligen Salettls eingegangen und zugleich eine optische Kleinteiligkeit gegenüber dem Bestand erreicht.

Die zum Biergarten nach außen ragende Sichtbetondecke bildet die optische Fortsetzung der Innensichtbetondecke, was Schutz und Geborgenheit vermitteln soll. Der geschlossene Charakter der Decke wird durch die über Dach laufenden Holzlamellen aufgelöst und lässt eine Leichtigkeit entstehen, in der die ortsprägenden Bestandsbäume wirken können.

Gibt sich die rückseitige Fassade geschlossen, wirkt das Gebäude zum See hin großzügig und luftig. Die seeseitige flächige Verglasung von Eichenfenstern (Structural Glazing) lässt ungestörte Blicke hinaus auf die pur natur Holzterasse, mit dem Tegernsee im Hintergrund, zu. So scheinen Innen- und Außenräume miteinander zu verschmelzen und die Landschaft des Tegernseer Tales kann in den Gastraum eindringen.

Fotos: Marius Ballasus, Freising | Weimar

»Neues Leben im Denkmal mit Blick über den Tegernsee.«